Schulkonferenz 07.09.'20

Die Schulkonferenz hat am 07.09.2020 getagt und folgenden Beschluss einstimmig, ohne Enthaltungen verabschiedet:

Die Schulkonferenz empfiehlt dringend den Schülerinnen und Schülern das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Unterricht bis zu den Herbstferien. Diese Maßnahme dient der Gesunderhaltung aller am Schulleben Beteiligten und deren Familien. 

Mit dem Tragen eines Mund-Nase-Schutzes soll eine Verlangsamung bzw. Eindämmung der Corona-Infektionsrate erreicht werden.

Un Ballo in maschera - Schulstart mit Maske!

Der Schulstart 2020/21 ist mit wesentlich mehr als den drei Akten der Verdi-Oper am AHG gestartet!

Ein neues, überarbeitetes Hygienekonzept, ausgewiesene Bereiche auf dem Schulhof für die einzelnen Jahrgänge, Desinfektionsspray an sämtlichen zentralen Stellen im Gebäude, Lehrkräfte, die sich mit den neuen Regeln schon in den Sommerferien ausgiebig beschäftigt hatten und tatsächlich sind endlich wieder alle Schüler_innen live da!

Eröffnet wurde das neue Schuljahr zunächst einmal mit gestaffelten, kurzen Segensfeiern in der Aula, in denen jeder Jahrgang der Sekundarstufe I zu einer eigenen Anfangszeit in den Tag starten konnte. 

Schon der erste Schultag war geprägt von einer Atmosphäre, die ein bisschen erinnerte an das Gemeinschaftsgefühl an Projekttagen. Räume und Gänge sind wie wiederbelebt durch die Schüler_innen, die nach dem Gebot des Rechtsgehens zusammen mit ihren jeweiligen Fachlehrkräften zu ihren Unterrichtsräumen unterwegs sind. Anders als sonst nach den Sommerferien sind nicht nur das aufgeregte Wiedersehen und der Austausch über Ferienerlebnisse zu hören, sondern ebenso eine stille Aufmerksamkeit, um mitzubekommen, was es zu beachten gilt, um die Gesundheit aller zu schützen. 

Bei allen Unterschieden zum bekannten Start in ein neues Schuljahr, war für viele der Schüler_innen bedeutend wichtiger, ihre Klasse wieder zu treffen. So formulierte einer der neuen Fünftklässler: „Die Maske erschwert zwar den Alltag, aber es ist gut, die Freunde wieder zu sehen und vor allem auch, nebeneinander sitzen zu können.“ Auch bemerkten die Kinder, dass es natürlich im Vergleich zum Homeschooling ungewohnt ist, wieder so früh aufzustehen und wie Tom aus der sechsten feststellte: „Mit den Corona-Regeln kann man in der Pause nicht so viel anstellen.“

Sicherlich empfinden es sowohl Lehrkräfte als auch Schüler_innen als herausfordernd, bei den hohen Temperaturen die Maske zu tragen, insgesamt scheinen aber alle ein großes Interesse daran zu haben, endlich wieder in Gemeinschaft lernen zu können und gleichzeitig den Infektionszahlen verantwortungsbewusst entgegenzutreten.  

Zum Abschied von unserer Sekretärin Ulla Müller

Der letzte Schultag vor den Sommerferien war für Ulla Müller nach mehr als 20 Jahren „AHG-Management“  nun der letzte Schultag im Sekretariat unseres Gymnasiums.

Mit der besonderen Situation zur Wahrung des Infektionsschutzes, hatte auch dieser Abschied besondere Stationen während der vergangenen Woche. So war seit Montag das Sekretariat mit Luftballons und Blumen verziert, die an jedem Tag mit unterschiedlichen Bildern und Worten der Menschen versehen waren, die auf diese Weise einen besonderen Gruß für Frau Müller hinterlassen haben. Dass dann auch an jedem Tag unterschiedliche, kleine Gruppen gute Wünsche und ihren Dank an eine der guten Seelen aus dem Eingangstor im AHG mit auf den Weg geben konnten, war sicherlich im Sinne von Frau Müller. 

Alle diese Begegnungen mögen zu einer Erleichterung beigetragen haben, sich von dieser Zeit und Zusammenarbeit zu verabschieden. Hinein in eine Zeit, in der sich Ulla Müller schulglocken-los zum Beispiel ihren Enkelkindern widmen kann. 

Kleine Abschiede an eine Sekretärin, die sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrkräften, den Verwaltungsmitarbeitenden und Eltern mit liebevollem Blick, Verständnis und offener Freundlichkeit begegnete. Schon beim Warten vor dem Tresen, am Telefon oder auf dem Flur strahlte Ulla Müller eine Geborgenheit und Freude aus, die vielleicht sogar die ein oder andere Sorge vergessen machte. 

Nicht zuletzt überbrachte Schulleiter Michael Hilbk ihr am frühen Freitag eine ganz persönliche Videobotschaft an den Frühstückstisch zu Hause, die auf diesen letzten Tag einstimmte.

Danke, liebe Ulla Müller!

Abi-Stationen - Die goldenen 20er verlassen das AHG!

Am Freitag, den 19. Juni wurden die Abiturient_innen am Alexander-Hegius-Gymnasium sehr feierlich verabschiedet. 

Mit diesem Satz kann die sachliche Information weitergegeben werden, dass 110 Abiturientinnen und Abiturienten ihren Abschluss am AHG vollendet haben und ihre Reifezeugnisse aus den Händen von Schulleiter Michael Hilbk, Lars Vogel (stellv. Schulleiter) und Marius Sondermann (Koordination Oberstufe) erhielten. Was dabei allerdings fehlt ist, dass die Atmosphäre und Stimmung dieser so ganz anderen Veranstaltung zu großer Freude und Zufriedenheit geführt haben und die strahlenden Gesichter aller Beteiligten davon erzählen konnten. Vieles war anders, nicht aber die Herzlichkeit und das Strahlen in den Begegnungen des Abschieds. 

Sechs unterschiedlichen Stationen durchliefen die „goldenen 20er“ mit jeweils höchstens zwei Begleitungen (meistens die Eltern), um dem Infektionsschutz angepasst ihre Reifezeugnisse entgegen zu nehmen. Begonnen hat jede der Gruppen zu einer eigenen Zeit in der Josefskirche mit einer Segensfeier unter Leitung der Schulseelsorgerin Stephanie Müller. Um das, was ansonsten als ein wichtiger Teil des Gottesdienstes ist – das gemeinsame Singen – zu ersetzen hatte Musiklehrerin Eva Gröner einen Multitrack als Digitalchor zusammengeschnitten: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ hatten Schüler_innen, Lehrkräfte und Ehemalige der Schule eingesungen und sorgten somit für einen sehr würdigen Ersatz.

So gesegnet führte der Weg in die Aula des AHGs, in der – immer auf Abstand bedacht – die Rede des Stufensprecherteams Mats Wigger und Marica Epping in digitaler Form zu sehen war. Mit dem Zitat Barack Obamas „Die Entlassfeier zelebriert nicht den Moment an sich, sondern ist der krönende Höhepunkt des Lernens über die Welt und über euch!“ entfalteten Mats und Marica das, was allen Corona-Einschränkungen zum Trotze gewachsen ist: Junge Menschen, die mit Hoffnung und Visionen in ihren neuen Lebensabschnitt starten möchten, nicht nur um sich selbst zu verwirklichen, sondern auch und gerade, um Verantwortung zu übernehmen und sich für eine leb-hafte Zukunft der Gesellschaft einzusetzen.  

Weiter den grün-roten Hinweispfeilen nach ging es in drei unterschiedliche Räume, in denen Michael Hilbk, Lars Vogel und Marius Sondermann ihre jeweilige Gruppe empfingen, um den Absolvent_innen das Abiturzeugnis zu überreichen. Reden konnte es an dieser Stelle selbstverständlich nicht geben, doch die sehr persönlichen Grußworte des Schulleiters, als auch der Bürgermeisterin Karola Voß und dem Ehemaligenverein lagen der AHG- Dokumentenmappe bei und können somit in Ruhe und Erinnerung nachgelesen werden. Während der Übergabe lief in digitaler Form und als Überraschung des Stufenleitungs-Teams „Wir hatten eine gute Zeit“ in Anlehnung an den Song der a-cappella-Band „Wise Guys“. Allerdings hatten diesen Song nicht nur Judith Olthues, Daniela Gremm, Eva Gröner, Simon Rüdel und Marius Sondermann einzeln eingesungen, sondern es beteiligte sich sogar original Bandmitglied Eddi!

Dem hinzugefügt gab es liebevolle Grußbotschaften sämtlicher LK-Lehrkräfte. 

Mit dem Zeugnis in der Hand ging es zum Hotspot des Fördervereins, der jedem der Abiturient_innen Glückwünsche samt Rose überreichte. 

Im Raum der fünften Station lief eine Foto-Revue der besonderen Art: Zusammenschnitte und Einblicke in die Schulzeit der ja nun ehemaligen AHG’ler. Auch in diese Fotoabfolge hatten sich die unterrichtenden Lehrkräfte eingereiht, um einen #-Gruß mitzusenden. 

Die letzte Station auf dem Weg der Entlassung bildetet eine „Foto-Box“. Hier nahm die Fotografin Mathilde Mathmann-Voss sowohl die Familie insgesamt in den Focus, als auch den jeweiligen Abiturienten einzeln. Aus den einzelnen Bildern wird eine Collage des gesamten Jahrgangs entstehen. 

Stationen anstelle einer Großveranstaltung. Das war ungewöhnlich, aber mindestens ebenso feierlich und berührend, vielleicht sogar durch die kleine Anzahl in den Gruppen noch ein wenig persönlicher. Oder wie es von Eltern formuliert wurde: „Es hat an nichts gefehlt und wir sind dem AHG sehr dankbar, dass sie in der Kürze der Zeit und unter den Umständen eine so feierliche Zeugnisvergabe organisiert haben.“

Familientrauerbegleitung macht Schule!

Das Alexander-Hegius-Gymnasium hat mit seinem Leitsatz zum gesundheits- und umweltbewussten Leben festgeschrieben, dass die körperliche und seelische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler geschützt werden muss. Dazu gehört, dass im Falle eines Verlustes, einer Krisen- oder belastenden Lebenssituation auch der Lebensraum Schule seinen Beitrag leisten möchte, um Kindern und Jugendlichen zur Seite zu stehen. Neben den Beratungslehrkräften begleitet Stephanie Müller als Schulseelsorgerin seit 2012 kleinere und größere Menschen am AHG in erschwerten Lebenssituationen. Nun durfte sie ihre Fähigkeiten und ihr Wissen vertiefen und hat eine Weiterbildung zur Familientrauerbegleitung absolviert.

Zusammen mit 13 weiteren Teilnehmer_innen aus unterschiedlichen pädagogischen und hospizlichen Bereichen hat die Diplom-Theologin und Lehrerin am vergangenen Wochenende die Qualifizierung zur Kinder-, Jugend- und Familientrauerbegleiterin erfolgreich abgeschlossen. Das Zertifikat erhielt sie in der Malteserakademie Ehreshoven aus den Händen von Mechthild Schroeter-Rupieper, der Leiterin des Lavia Instituts für Familientrauerbegleitung. 

Stephanie Müller absolvierte in der Zeit von Dezember 2019 bis Juni 2020 den Aufbau-Lehrgang, in dem u.a. umfangreiches Wissen um unterschiedliche Trauermodelle, der Umgang mit unterschiedlichen Krankheitserfahrungen und Todesarten, Kommunikation in der Trauer mit Familien, Kindergruppen und Schulklassen, Krisenintervention und auch Kinderrechte in der BRD vermittelt wurden. Außerdem ging es nicht nur um die Trauerbegleitung nach Todesfällen, sondern auch um Trauererfahrungen im Trennungs- und Scheidungsfall. 

Das sind nur einige der Themen, die durch erfahrene Referent_innen, in Kleingruppen und nicht zuletzt in der Projektarbeit erarbeitet wurden. Auf diese Weise konnte Frau Müller ihren Bereich der Schulseelsorge erweitern und vertiefen und steht den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am AHG gerne begleitend zur Seite. 

Herzlichen Glückwunsch!

Abi-Stern 2020: „Die goldenen 20er“!

Am Mittwoch morgen fand die feierliche Enthüllung des Abi-Sterns der Abiturientia 2020 statt.

Bei der Versammlung auf dem Schulhof vor dem 5. Stern dankte Schulleiter Michael Hilbk dem Abschlussjahrgang. Damit verband er die Hoffnung, dass von dem Jahrgang mit dem Motto „Die goldenen 20er“ genau das auch in der Erinnerung bleibt. Und in seinen Dank bezog er die so besondere Situation der Corona-Zeit mit ein, in der die Schüler_innen der Q2, die ja als erste Lerngruppe am Präsenzunterricht teilgenommen hatten, sich bewährten durch vorbildliches Verhalten in Bezug auf die ungewohnten Regeln zum Schutz vor Infektionen. Dieser Jahrgang hatte gezeigt, dass Abiturprüfungen möglich sind, trotz Distanz-, Abstandsregeln und Homeschooling! 

Auch die Beratungslehrkräfte, vertreten durch Daniela Gremm und Simon Rüdel, betonten, dass sie gerade diesen Jahrgang ungern gehen lassen, da sie die Schülerinnen und Schüler mit großer Freude begleitet haben. 

Mats Wigger schließlich enthüllte den Stern, mit dem das AHG sich nun in Stein gemeißelt daran erinnert, welch unvergesslicher Jahrgang am Freitag mit dem „Stationenlauf“ zur feierlichen Zeugnisvergabe die Schule verlassen wird.

#stayathome - Hier bin ich erreichbar!

Seelsorge – auch Schulseelsorge – funktioniert leider im Moment auch nur auf digitalen Wegen. 

Wer daher ein Anliegen hat, Sorgen, Ängste, Nöte oder Schönes, das geteilt werden möchte, kann dies gerne tun!

Ich bin Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr über den iServ  Messenger erreichbar oder – wie immer- über den Button der Schulseelsorge!

Herzliche Grüße & bleibt gesund,

Stephanie Müller

Vorlesewettbewerb - Kreisentscheid Borken 2019/2020

Am Samstag, dem 29. Februar 2020, fand im Kreishaus Borken der diesjährige Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen des Kreises Borken statt.

12 Schüler_innen, die sich zuvor bereits an ihren Schulen und in den regionalen Vorentscheiden als Siegerinnen und Sieger qualifiziert hatten, stellten hier vor einer 5-köpfigen Fachjury ihr Können unter Beweis und verzauberten Jury und Publikum gleichermaßen mit ihren Texten.

Wir freuen uns mit Leo Segbers (Klasse 6a) über die Teilnahme an der äußerst gelungenen Veranstaltung und bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden!

Sicher im Netz - Safer Internet Day am AHG

Erneut organisierten die medienbeauftragten Lehrer Markus Hemsing und Andreas Högele  eine grundlegend wichtige Veranstaltung zur Sicherheit im Netz am AHG. 

Wie auch im letzten Jahr stattete Kriminalhauptkommissar Ulrich Kolks (Kriminalprävention und Jugendschutz der Polizei Borken) dem AHG einen Besuch ab. Ziele der Veranstaltung sind die Prävention und Aufklärung hinsichtlich Chancen und Gefahren innerhalb des Themenfeldes digitale Medien und soziale Netzwerke in unterschiedlichen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I. Der Besuch Ulrich Kolks’ und die Workshops der Medienscouts sind eine wichtige Ergänzung der Themenwoche „Safer Internet Day“ (SID) an der Schule und bildeten deren Abschluss.

Kriminalhauptkommissar Ulrich Kolks

Dazu nahmen alle siebten Klassen an den Workshops teil. In einer ersten Phase erarbeiteten die hauseigenen ausgebildetetn Medienscouts (mittlerweile eine über alle Maßen hinaus engagierte Truppe von mehr als zehn Schüler_innen) die Grundlagen. Im Anschluß diskutierte Kolks mit den Jugendlichen über die Grenzen des Erlaubten und die   – auch im juristischen Sinne – Folgen von Grenzüberschreitungen. 

Dabei fand das Gespräch stets auf Augenhöhe statt, so dass die Schüler_innen sich mit ihren Fragen, Unsicherheiten und Ängsten einbringen und von den zahlreichen, reflektierten Erfahrungen von Ulrich Kolks profitieren konnten. 

Fragen danach, was überhaupt strafbar ist im Internet und auch Themen zu gewaltverherrlichenden und pornografischen Schriften und Bildern begegnete der Jugendbeauftragte in gelassener, professionell – versierter Kenntnis und konnte so für einen hohen Wissenszuwachs im Klassenzimmer sorgen. 

Am Abend fand  außerdem ein Elternabend statt, bei dem die Erziehungsberechtigten die Gelegenheit hatten, eigene Fragen und auch Unsicherheiten zu äußern, um ihren Kindern im heranwachsenden Alter verantwortlich zur Seite stehen zu können. 

Hier noch der Link zum Artikel der Pressestelle der Polizei: 

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/24843/4524463

„Heimat ist dort, wo das Herz sich wohl fühlt…“

In dieser Woche hat sich im Rahmen der „Diversity-AG“ eine Gruppe von Schülerinnen der Sekundarstufe I zusammengefunden, um mit dem Theaterprojekt zu starten. In vier Wochen steht das Schauspiel „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ der Autorin Janne Teller auf dem Programm. Dazu werden die Schülerinnen unter der Leitung von Heike Bernat (Psychologin aus dem Ganztag) und Stephanie Müller (Schulseelsorgerin) die Aufführung des Jungen Theaters der Städtischen Bühnen in Münster besuchen. 

Mit dem ersten Workshop hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, ganz persönlich in die schwierige Thematik einzusteigen. Ria Zittel, die junge Theaterpädagogin aus Münster und Regisseurin des Stückes, motivierte mit ihren Fragen und Zuspitzungen die Jugendlichen dazu, sich ernsthaft Gedanken zu machen, was zunächst einmal für sie Heimat bedeutet. Das Zitat „Heimat ist dort, wo das Herz sich wohl fühlt.“ veranschaulicht nicht nur eigene Gefühle und Gedanken dazu, sondern gleichzeitig wird damit klar, was es im entferntesten bedeuten mag, diese Geborgenheit verlassen zu müssen. Dazu versuchte Ria Zittel eindrücklich anzuregen, sich darauf einzulassen, um überhaupt ansatzweise begreifen zu können, welche Folgen lebensbedrohliche Situationen und Zustände eines Landes mit sich bringen, wenn Menschen keinen anderen Ausweg sehen, als ihr Land auf risikoreichen und lebensfeindlichen Wegen zu verlassen. 

Mit der Flucht aus der ehemaligen Geborgenheit einer vertrauten Heimat geht keine punktuelle Episode im Leben vorüber, sondern Flucht bedeutet eine gravierende Veränderung all dessen, was einem Menschen zuvor lieb und vertraut gewesen ist,  bis hin zu dem, dass er sich kaum mehr in seiner Heimatsprache verständigen kann. 

Mit diesen Überlegungen und fragenden Erwartungen, inwiefern das Schauspiel – Stück Antworten bieten kann, ob die Thematik zu einem guten Ende finden kann und vor allem,  ob ein Fazit auf die besuchenden Menschen nachhaltig wirken wird, verabschiedeten sich die Schülerinnen von Frau Zittel und sehen der Aufführung in Münster erwartungsvoll entgegen.