Aktuelles

Drei-Länder-Projekt „Gemeinsame Zukunft“

In diesem Schuljahr nehmen 12 Schülerinnen und Schüler des Russischkurses der Einführungsphase an einem Drei-Länder-Projekt teil. Die beteiligten Schulen aus Polen, Russland und Deutschland sind das Tadeusz-Kościuszko-Gymnasium aus Chełmno (Polen), das private Lyzeum „Hansekogge“ aus Kaliningrad in der Russischen Föderation (früher Königsberg in Ostpreußen) und das Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus.

Das Leitthema heißt „Gemeinsame Zukunft“. Das Projekt besteht aus einwöchigen Begegnungen in den drei Ländern. Den Anfang machte Chełmno (zu deutsch: Kulm) vom 2. Oktober bis zum 8. Oktober. Nach Anreise mit dem Flugzeug von Dortmund nach Danzig gab es am ersten Tag ein erstes gegenseitiges Kennenlernen durch gemeinsame „Eroberung“ der Innenstadt von Danzig und die Unterbringung in gemischt-nationalen Mehrbettzimmern in einem Jugendgästehaus in Danzig.

Gymnasium in Chełmno

Der zweite Tag begann mit einer Fahrt in das Seebad Zopot und in den Ostseehafen Gdingen. Weiter ging es zu einem Besuch der Westerplatte, von wo aus die Invasion Polens im September 1939 den Zweiten Weltkrieg losgetreten hatte. Von dort ging es per Bus gemeinsam nach Chełmno ins Europäische Jugendgästehaus, welches eine halbe Stunde zu Fuß von der mittelalterlichen Stadt an einem See am Hang von bewaldeten Hügeln wunderschön gelegen ist. Hier waren alle Jugendlichen in gemischt-nationalen Zimmern die Woche hindurch untergebracht. Geländespiele, Stadtbesichtigung, Teilnahme am Unterricht des Gymnasiums und ein Tagesausflug in die Lebkuchenstadt Toruń (zu deutsch: Thorn) sowie abendlich gemeinsames Singen und Musizieren füllten das Programm und ließen schnell die Sprachbarrieren und nationalen Besonderheiten vergessen.

Nach einem gemeinsamen Abschlussabend im Jugendgästehaus ging es am letzten Tag mit einem gemeinsamen Bus für die Ahauser zum Danziger Flughafen zum Rückflug nach Dortmund und für die Kaliningrader zurück in die russische Heimatstadt. Für die Ahauser ging es danach direkt in die Herbstferien.

Abschieds-T.-Shirt in Kaliningrad

Weiter ging es in der Woche nach den Osterferien vom 24. 4. bis 30. 4. in Kaliningrad. Die Anreise für die Jugendlichen Ahaus verlief wieder über Danzig, wo die polnischen Jugendlichen die Ahauser Gruppe am Flughafen bereits erwarteten. Mit dem Bus ging es von dort gemeinsam nach Kaliningrad. Die Fahrt von Süden durch das komplette Stadtzentrum vermittelte einen ersten Eindruck von den geschichtlichen Katastrophen, die diese Stadt gezeichnet haben: Alte Festungsanlagen, vom Krieg gezeichnete alte Gebäude, Plattenbauten aus sowjetischer Epoche und nagelneue Innenstadtbezirke mit schmucken Geschäftszeilen, Parkanlagen und neuen oder restaurierten repräsentativen Verwaltungs- oder Kulturgebäuden.

Nach Empfang im Lyzeum „Hansekogge“ und Absprachen über das Programm ging es schließlich am Nachmittag des ersten Tages in die Gastfamilien, wo in dieser zweiten Projektwoche die polnischen und deutschen Mädchen und Jungen unterkamen.

Besichtigungsunternehmungen in dieser Woche führten natürlich in die Innenstadt (Kantinsel mit Dom und Kantgrab, Marinemuseum, Bernsteinmuseum, Riesenrad mit toller Aussicht auf die gesamte Stadt, botanischer Garten) sowie in 2 Exkursionen an die Ostseeküste: Hier konnten alle gemeinsam in Jantarnyj auf Bernsteinsuche gehen. Offenbar war die Wahrnehmung der Teilnehmer sehr unterschiedlich dafür geschärft: einige hatten eine ganze Handvoll nach einstündiger Strandwanderung gesammelt, andere gingen ganz leer aus. Außerdem ging es in den boomenden Küstenort Swetlogorsk mit seiner Seilbahn aus dem Ort an den breiten Sandstrand. Beim zweiten Ausflug fuhr die gesamte Gruppe in den Nationalpark Kurische Nehrung. Dieser gehört zum Unesco Welterbe mit seiner Vogelwarte, die wissenschaftlich die Wanderung der Zugvögel in Europa untersucht, dem Museum zur Geschichte der Kurischen Nehrung und der gewaltigen Düne Efa, von der aus man einen wunderschönen Blick hat auf das Kurische Haff auf der einen Seite, und auf die Ostsee auf der anderen.

Pritschen am Ostseestrand

Eingestreut ins Programm waren täglich Projektarbeiten: Die in Chełno begonnenen Plakate wurden weiter ergänzt um die Kaliningrader Perspektiven des Projektes „Gemeinsame Zukunft“. Neu wurde in Kaliningrad die Erstellung von viersprachigen MeMi-Karten begonnen, die Situationen aus der Begegnung der Jugendlichen sprachlich und bildlich festhalten. Nach dem Treffen in Kaliningrad sollen die Ergebnisse gedruckt werden.

Den Abschluss machte die Begegnung in Ahaus vom 15. 6. bis zum 22. 6. 2017. 13 russische und 12 polnische Jugendliche trafen am 16. 6. nach 18-stündiger Busfahrt aus ihren Heimatorten gegen Mittag am AHG in Ahaus ein. Nach einem kurzen Imbiss ging es schnell in die Gastfamilien in Ahaus und Epe. Nach gut 3-stündiger Mittagspause arbeiteten alle Projektteilnehmer dann - trotz Brückenferientag! - gemeinsam in der Schule an ihren Projektplakaten weiter. Der Abend stand zu einer ersten gemeinsamen "Eroberung" mit den Ahauser Gastgebern zur freien Verfügung.

Am nächsten Morgen ging es mit dem russischen Bus zum Zaterdags-Markt nach Enschede, mittags zur Burgbesichtigung in englischer Sprache nach Bad Bentheim und schließlich am Spätnachmittag nach Gronau ins Rock und Pop-Museum, wo 3 freiwillige "Band"-Gruppen sich bei Karaoke-Auftritten filmen lassen konnten.
Sonntag, der 18. 6., stand ganz für die Exkursion nach Amsterdam zur Verfügung mit Grachtenrundfahrt und Besuch des Rijksmuseums. Das traumhafte Sommerwetter passte am Abend hervorragend zur Fahrt an den Nordseestrand bei Ijmuiden. Müde und voller Eindrücke kamen Projektteilnehmer gegen Mittagnacht wieder zu Hause an.

Im Anschluss an das "Brückenwochenende" war dann am Montag die erste Gelegenheit zum Kontakt mit dem Alexander-Hegius-Gymnasium. Es begann mit einer Schulführung, wurde durch Besuch von drei Unterrichtsstunden (Russisch, Biologie, Geographie, Sport, Geschichte) fortgeführt mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa.
Am Nachmittag stellte Franz Kunze aus der Jahrgangsstufe 9 eine App für Android-Handys vor, mit deren Hilfe jeder Teilnehmer weitere MeMi-Karten in vier Sprachen einfach designen kann. Der Abend stand für drei alternative Aktivitäten frei: 1. Schwimmen im Freizeitbad AquAhaus, 2. gemeinsame Radtour zur Haarmühle an der niederländischen Grenze, 3. Stadtbummel.
Das Ziel des Dienstagprogramm war die nähere Bekanntschaft mit der Ahauser Innenstadt unter Koordination von Herrn H.-M. Meyer, dem stellvertr. Direktor der Canisiusschule: Stadtführung durch den Stadtführer und ehemaligen AHG-Kollegen Hermann Volmer und Besichtigung des Schulmuseums, anschließend im Rathaus Empfang durch die Bürgermeisterin Karola Voß, kurze Mittagspause und schließlich noch Einführung in den Betrieb TOBIT mit Führung durch die einzelnen Entwicklungsabteilungen und abschließendem Getränk im BAMBOO.
Bis zum zwanglosen Abschlussabend im Heimathaus Wessum bei Pizza und Limo blieben noch 3 Stunden Zeit für einen letzten Innenstadtbummel.
Schon am nächsten Morgen hieß es nämlich, Abschied zu nehmen: Die polnischen und russischen Gäste machten zwar direkt nach der Abfahrt noch Station in Münster, um deren schöne Innenstadt kennenzulernen, jedoch die zurückgelassenen Ahauser Schülerinnen und Schüler des Russischkurses holte unmittelbar der raue Schulalltag wieder ein: Sie mussten in der 8./9. Stunde ihre letzte Russischklausur dieses Schuljahres schreiben.

gesamte Projektgruppe im Seebad Zopot

Kontaktdaten

Alexander-Hegius-Gymnasium

Fuistingstraße 18
48683 Ahaus

Tel.: 02561-93730
Fax.: 02561/937330

Bildungs- und Teilhabepaket:

Ansprechpartnerinnen

Barbara Grothues
Tel: 02561-8658457

BuT-Familienbüro
Bahnhofstraße 29
48683 Ahaus

Öffnungszeiten: mo-do 10-12 und 14-17 Uhr

  • Bildungs- und Teilhabepaket

    Nähere Information zum Bildungspaket in Ahaus erhalten Sie bei den Ansprechpartnerinnen

    Barbara Grothues
    Tel: 02561-8658457

    BuT-Familienbüro
    Bahnhofstraße 29
    48683 Ahaus

    Öffnungszeiten: mo-do 10-12 und 14-17 Uhr

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